Beitragsentwicklung der PKV im Rentenalter

Wie sorgt die private Krankenversicherung fürs Alter vor?

Die private Krankenversicherung denkt heute schon an später. Denn im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung bildet die private Krankenversicherung schon heute eine enorme Kapitalrücklage für die höheren Kosten im Rentenalter. Diese Rücklagen werden Alterungsrückstellungen genannt.

kapitalgedeckte Kalkulationsstruktur der privaten Krankenversicherung

Durch die kapitalgedeckte Kalkulationsstruktur der PKV, werden beim Abschluss des Versicherungsvertrages alle voraussichtlichen Kosten, die zukünftig für die versicherte Person anfallen können, berücksichtigt. Auf der Grundlage dieses ermittelten Kostenblocks wird dann ein Sparbeitrag (= Alterungsrückstellungen) ermittelt und den Rücklagen zugeführt und verzinslich angelegt.

Würden sich die Kosten im Gesundheitswesen nach Abschluss des Versicherungsvertrages nicht mehr verändern, würden die kalkulierten Alterungsrückstellungen ausreichen, um den Beitrag während der gesamten Versicherungsdauer konstant zu halten. Alleine aufgrund des Alterns der versicherten Person sind keine Beitragsanpassungen notwendig.

Nur wenn sich die Kalkulationsgrundlagen verändern, muss die private Krankenversicherung die Beiträge anpassen, damit auch die gestiegenen Kosten durch die Beitragseinnahmen gedeckt sind.

Folgende Ursachen können zu einer Kostensteigerung und damit zur Anpassung der Beiträge in der privaten Krankenversicherung führen:

Beitragsentlastung im Alter

Die private Krankenversicherung kennt die große Angst der meisten Versicherten. Viele fragen sich, ob die guten Leistungen im Rentenalter noch zu finanzieren sind. Deshalb ergreift die private Krankenversicherung eine Vielzahl von Maßnahmen, um die Beiträge im Rentenalter auf einem bezahlbaren Niveau halten zu können.

Entwicklung der Alterungsrückstellungen in der privaten Krankenversicherung

1. Alterungsrückstellungen
Bei den Alterungsrückstellungen handelt es sich um eine Kapitalrücklage die durch das private Krankenversicherungsunternehmen gebildet wird. Hierzu wird ein Teil des Beitrages, der nicht für den Ausgleich der Kosten benötigt wird verzinslich angelegt. Mit Hilfe der Alterungsrückstellungen können zukünftige Beitragssteigerungen gemildert oder sogar Beitragsreduzierungen vorgenommen werden.

2. Gesetzlicher Zuschlag
Im Jahr 2000 wurde im Rahmen der GKV-Gesundheitsreform der gesetzliche Zuschlag beschlossen. Durch diesen Beschluss, wurde die private Krankenversicherung verpflichtet zusätzlich zu den oben genannten Alterungsrückstellungen weitere 10% des Beitrages für die Versicherten zurückzulegen. Diese 10% werden ebenfalls verzinslich angelegt und stehen genauso wie die Alterungsrückstellungen für Beitragsreduzierungen zur Verfügung. Der gesetzliche Zuschlag wird vom 21. Lebensjahr bis maximal zum 60. Lebensjahr erhoben.

Standardtarife der PKV-Unternehmen
Standardtarif

3. Standardtarif der PKV-Unternehmen
Seit 1994 sind alle Unternehmen verpflichtet den Standardtarif anzubieten. Dieser Tarif entspricht den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Beitrag des Standardtarifes darf nicht höher sein als der durchschnittliche Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung (§257 SGB V - 2a Ziffer 2).

4. Beitragsentlastungstarife der PKV
Zusätzlich zu den Punkten 1 bis 3 bieten viele private Krankenversicherungen so genannte Beitragsentlastungstarife an. Hier kann die versicherte Person einen zusätzlichen Tarif abschließen, der dann mit Eintritt des Rentenalters eine prozentuale oder eine feste Reduzierung des Krankenversicherungsbeitrages vorsieht. Großer Vorteil für einen angestellten Versicherten: Die Beiträge werden im Rahmen des Arbeitgeberzuschusse mit 50% bezuschusst, falls der Höchstbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung noch nicht ausgeschöpft wurde.

5. Beitragszuschuss im Rentenalter
Auch ein privat krankenversicherter Rentner erhält von der gesetzlichen Rentenversicherung einen Beitragszuschuss für seine private Krankenversicherung. Der Beitragszuschuss richtet sich nach der gezahlten gesetzlichen Rente und wird mit der Rentenzahlung an den Versicherten überwiesen.

6. Entlastung durch nicht mehr benötigte Tarife
Auch durch den Wegfall nicht mehr benötigter Tarife wird der Beitrag im Rentenalter weiter reduziert. So entfällt mit erreichen des 60. Lebensjahres der gesetzliche Zuschlag.
Sobald der Versicherte seine Altersrente beantrag hat, wird der versicherten Krankentagegeld-Tarif nicht mehr benötigt und kann deshalb aus dem Krankenversicherungsschutz gekündigt werden und führt zu einer weiteren Beitragsentlastung.

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