Eingetragen am 04.02.2009 um 11:38

Wer eine private Krankenvollversicherung abgeschlossen hat, kann jederzeit eine Tarifwechsel beantragen. Dieses Wechselrecht ist gesetzlich vorgeschrieben.

Wer also seinen Tarif wechseln möchte, weil dieser vielleicht zu teuer geworden ist oder aber die Leistungen nicht mehr benötigt werden, kann diesen Wechsel innerhalb der Tarifwelt seines Krankenversicherungsanbieters jederzeit verlangen. Die private Krankenversicherung ist nach § 204 des Versicherungsvertragsgesetzes dazu verpflichtet. Die bisher gebildeten Alterungsrückstellungen werden beim Tarifwechsel voll angerechnet.

Allerdings darf das Unternehmen eine erneute Gesundheitsprüfung vornehmen, wenn der neue Tarif wesentlich bessere Leistungen vorsieht. Sind Vorerkrankungen bekannt, die im neuen Tarif aufgrund eines verbesserten Leistungsniveaus zu wesentlichen Mehrkosten führen würden, so darf die private Krankenversicherung einen zusätzlichen Risikozuschlag erheben oder einen Leistungsausschluss vereinbaren.

Schutz der Versichertengemeinschaft:

Dieses Vorgehen dient in erste Linie dem Schutz der Versichertengemeinschaft, da ein bekanntes Risiko auch durch die versicherte Person mitfinanziert und nicht durch die Gemeinschaft getragen werden soll. Bei einem Tarifwechsel erfolgt also die gleiche Prüfung wie bei der ersten Antragsstellung.

Auszug aus dem Versicherungsvertragsgesetz

§ 204 Tarifwechsel

Bei einem bestehenden unbefristeten Versicherungsverhältnis kann der Versicherungsnehmer vom Versicherer verlangen, dass dieser nach §12 Abs.1 Nr.4 des Versicherungsaufsichtsgesetzes in Verbindung mit einer Rechtsverordnung nach §12c Abs.1 Satz1 Nr.2 des Versicherungsaufsichtsgesetzes Anträge auf Wechsel in andere Tarife mit gleichartigem Versicherungsschutz unter Anrechnung der aus dem Vertrag erworbenen Rechte und der Alterungsrückstellungen annimmt. Soweit die Leistungen in dem Tarif, in den der Versicherungsnehmer wechseln will, höher oder umfassender sind als in dem bisherigen Tarif, kann der Versicherer für die Mehrleistung einen Leistungsausschluss oder einen angemessenen Risikozuschlag und insoweit auch eine Wartezeit verlangen. Der Versicherungsnehmer kann die Vereinbarung eines Risikozuschlags und einer Wartezeit dadurch abwenden, dass er hinsichtlich der Mehrleistung einen Leistungsausschluss vereinbart.

Hier gelangen Sie zur Nachrichtenübersicht

Jetzt Vergleichen

Private Krankenversicherung Angebot anfordern

BKI Newsletter




* Pflichtfeld

Link setzen bei:


BK Infoportale Logo