GKV trotz Finanzdefizit optimistisch

Eingetragen am 03.12.2008 um 11:22

Nach Angaben der gesetzlichen Krankenversicherung lagen die Ausgaben aller gesetzlichen Krankenkassen in den ersten drei Quartalen bei rund 118,98 Mrd. Euro. Als Einnahmen konnten bisher 117,48 Mrd. Euro verbucht werden. Somit ergibt sich für die ersten drei Quartale ein GKV-Finanzdefizit von 1,5 Mrd. Euro.

Trotz dieser negativen Entwicklung in den ersten drei Quartalen ist die gesetzliche Krankenversicherung davon überzeugt, dass das Jahresergebnis 2008 ausgeglichen sein wird. Dies vor allem deshalb, da zum 30.09.2008 die zweite Tranche des Bundszuschusses in Höhe von 1,25 Mrd. Euro noch nicht enthalten ist. Den Krankenkassen ist der Bundeszuschuss erst im November 2008 zugeflossen.

Das Bundesministerium geht weiter davon aus, dass sich die Mittelzuflüsse im 4. Quartal durch die höheren Beitragseinnahmen aufgrund des Weihnachtsgeldes und der tariflich vereinbarten Sonderzahlung der Metallindustrie weiter erhöhen werden. Obwohl auch die Ausgaben der Krankenversicherung im vierten Quartal erfahrungsgemäß etwas höher liegen werden, rechnen die gesetzlichen Krankenkassen trotzdem mit einem positiven Saldo für 2008.

Schuldenabbau der gesetzlichen Krankenversicherung erfolgreich verlaufen!
Ende 2003 hatte die gesetzliche Krankenversicherung Nettoschulden in Höhe von ca. 6 Mrd. Euro. Durch das GKV-Modernisierungsgesetz im Jahre 2004, das Gesetz zu Anpassung der Finanzierung des Zahnersatzes im Jahre 2005 und nicht zuletzt durch das GKV-Wirtschaftlichkeitsgesetz im Jahre 2006/2007 konnten die Krankenkassen einen erfolgreichen Schuldenbau betreiben.

So verfügte schon Ende 2007 ein großer Teil der gesetzlichen Krankenkassen wieder über positive Finanzreserven. Nur die Allgemeinen Ortskrankenkassen hatten es 2007 noch nicht in Gänze geschafft alle Schulde abzubauen. Dies sei jedoch nach Aussage des Bundesministeriums in den ersten 9 Monaten des Jahres 2008 geglückt.

Leider wurde ein großer Teil dieser positiven Entwicklung nur durch weitere Leistungskürzungen bzw. zusätzliche finanzielle Belastungen (Bsp.: Zahnersatz und Krankengeld) der gesetzlich krankenversicherten Mitglieder erreicht.

Auch die eingeschränkte Wechselmöglichkeit in die private Krankenversicherung führte zu einer höheren Beitragseinnahme. So müssen seit dem 01. April 2008 die Einkünfte eines Angestellten drei Jahre in Folge über der Jahresarbeitentgeltgrenze liegen, um als freiwilliges Mitglied eingestuft zu werden. Dies ist dann die Vorraussetzung um den Wechsel in die private Krankenversicherung vornehmen zu können.

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