Mit 15,5% liegt der bundeseinheitliche Beitragsatz für den am 01. Januar 2009 startenden Gesundheitsfonds deutlich über dem aktuellen Satz von 14,9%.
Die Bundesregierung hat am 05. Oktober 2008 den bundeseinheitlichen Beitragssatz für den Gesundheitsfonds mit 15,5% festgesetzt. Bisher lag der durchschnittliche Beitragssatz aller gesetzlichen Krankenkassen bei 14,9%. Spitzenreiter in Deutschland ist bisher die AOK Berlin mit 15,8%. Die Versicherten der AOK Berlin können sich also ab dem 01. Januar 2009 über eine kleine Beitragsreduzierung freuen.
Der größte Teil der gesetzlich Versicherten muss allerdings mit zum Teil deutlichen Beitragserhöhungen rechnen. Insbesondere alle Personen die bisher von den günstigen Beiträgen einer Betriebskrankenkasse profitiert haben. Hier kommt es durch den neunen bundeseinheitlichen Beitragssatz in Höhe von 15,5% zu Beitragsanpassungen von fast 3%.
Freiwillig gesetzlich Krankenversicherte sollten deshalb Alternativangebot der privaten Krankenversicherung prüfen.
Denn Experten des „Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP)“ gehen davon aus, dass trotz dieser zum Teil starken Beitragsanpassungen es in Zukunft zu weiteren Anpassungen im gesetzlichen Krankenversicherungssystem kommen wird, da durch die demographische Entwicklung immer mehr Leistungen immer länger in Anspruch genommen werden.
Würde sich die aktuelle Einnahmen-/Ausgabenentwicklung der GKV so fortschreiben, rechnen die Experten mit einem Beitragssatz von fast 25% im Jahre 2030.